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Volkswagen Classic Parts auf der Techno Classica 2023 in Essen

Die Bremen Classic Motorshow und die Retro Classics in Stuttgart waren ein starker Start in die Oldtimersaison 2023. Würde die Techno Classica als dritte große Messe diesem Trend folgen? Nach zwei Jahren Corona-Pause in 2020 und 2021 war der Re-Start im März 2022 schließlich eher verhalten ausgefallen. 2023 jedoch gab es für die Messe nahezu keine pandemiebedingten Auflagen mehr. Und das war sowohl Ausstellern als auch Besuchern deutlich anzumerken: Die Stimmung war positiv, die Hallen gut gefüllt und auf den Messeständen gab es allerhand zu sehen – fast wie früher. Volkswagen Classic Parts war in diesem Jahr in Halle 3 vertreten. Zusammen mit Volkswagen Classic, der Stiftung AutoMuseum Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer, Audi Tradition, Skoda und der Autostadt hatten wir einen großen Gemeinschaftsstand. Leidenschaft verbindet eben – und zwar nicht nur Oldtimer-Enthusiasten, sondern auch die Marken des Volkswagen Konzerns. Auf den rund 1000 Quadratmetern Standfläche gab es folglich einiges zu entdecken.

Techno Classica Essen 2023

Das Auto für alle Fälle: 50 Jahre Passat

Unser Highlight Nummer 1: der 50. Geburtstag des VW Passat. Zusammen mit Volkswagen Classic und der Stiftung AutoMuseum feierten wir das Geburtstagskind auf der Techno Classica und zeigten unter anderem den ältesten Passat der Welt: Das Schrägheck aus dem Jahr 1973 trägt die Fahrgestellnummer 2 und ist normalerweise im Wolfsburger AutoMuseum ausgestellt. Gleich daneben strahlte ein weißer Passat Variant aus dem ersten Produktionsjahr 1974 im Scheinwerferlicht. Das bestens erhaltene Exemplar wurde ursprünglich für den schwedischen Markt produziert und gehört zum Rollenden Museum von Volkswagen Classic. Hier ist auch das silberne Passat B2 Schrägheck zuhause, das die zweite Generation des Bestsellers repräsentierte. Als Formel E Version bot dieser Passat schon vor über 40 Jahren innovative Technologien wie eine Start-Stopp-Anlage oder eine Schalt- und Verbrauchsanzeige – was viele Messebesucher besonders beeindruckte, waren doch die Formel E Modelle schon in den 1980er Jahren ein eher seltener Anblick. Das galt auch für das Topmodell der dritten Passat Generation: Ein B3 Variant G60 syncro mit G-Lader und Allradantrieb ist – obwohl über 30 Jahre alt – heutzutage selbst bei Oldtimerveranstaltungen nicht oft zu sehen. Auf der Techno Classica fand er das Interesse der Volkswagen Fans aber ebenso wie der Passat Electronic direkt daneben. Diese Studie von 1983 komplettierte die Reihe der besonderen Passat und zeigte, wie man sich vor 40 Jahren die automobile Zukunft vorstellte: Navigationssystem, Multifunktionslenkrad, „Rear Seat Entertainment“ und Vieles mehr hatte man bereits im Sinn und in diesem Unikat mit den damaligen Mitteln beeindruckend umgesetzt. Für Fahrspaß war ebenfalls gesorgt, denn unter der Karosse eines zweitürigen (!) Passat B2 Schrägheck verbirgt sich der Fünfzylinder-Turbomotor samt Allradantrieb aus dem Audi quattro.

 

Ein bunter Mix: Vom rekonstruierten Plattenwagen bis zum Lancia Aurelia Scheunenfund

Fahrspaß der ganz anderen Art bietet der T1 „Raupen-Fuchs“ aus dem Jahr 1962. Die Kollegen von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer hatten dieses Unikat mit Geschichte im Gepäck: Einst in Österreich zum Pistenmobil mit Gleiskettenantrieb umgebaut, fand er vor ein paar Jahren den Weg zurück in die Heimat und wurde von den Bulli-Experten aus Hannover liebevoll restauriert. Noch einen Schritt weiter gingen sie beim zweiten Exponat: der Plattenwagen aus dem Jahr 1946 wurde mit großem Aufwand originalgetreu rekonstruiert und feierte auf der Techno Classica seine Messepremiere. In der frühen Nachkriegszeit waren die Plattenwagen im Volkswagen Werk Wolfsburg für interne Transportaufgaben konzipiert worden. Als Provisorium gedacht, lieferte das Nutzfahrzeug wahrscheinlich auch erste Impulse für den Transporter T1.

Bei Audi Tradition standen alle Zeichen auf „Rallye“: Mit dem quattro Rallye RE-01 und dem quattro Rallye Gr. 4 hat die Traditionsmarke unter anderem zwei echte Spitzensportler dabei. Zusätzlich feierte man den 25. Geburtstag des Audi TT, der aktuell zu den gefragtesten Youngtimern zählen dürfte. Auch die Ersatzteilexperten von Audi Tradition Parts waren natürlich mit von der Partie.

„Echt alt“ wurde es bei den Kollegen von Skoda: Einer der letzten fünf Hispano Suiza aus dem Jahr 1928 zierte unter anderem zusammen mit dem tschechischen Luxusliner Superb OHV, von dem nur 128 Stück gebaut wurden, die Standfläche – zwei echte Raritäten also. Einen raren Youngtimer gab es auch zu sehen: Skodas Erfolge im Motorsport würdigte man mit einem Rallyefahrzeug auf Basis der ersten Fabia Generation.

Last but not least sorgte die Autostadt mit ihren außergewöhnlichen Ausstellungsmodellen für Aufsehen: Vom Franklin 12-B Airman limited aus dem Jahr 1928 über einen Lancia Aurelia von 1951 und einen 1952er Porsche 356 bis zum „Ovali“ Standardkäfer von 1956 zogen vier Exponate aus der eigenen Sammlung die Blicke auf sich. Unter dem Motto „Erneuerung“ stellten sie exemplarisch die unterschiedlichen Erhaltungszustände klassischer Fahrzeuge dar – vom unrestaurierten Scheunenfund bis hin zur Komplettrestaurierung.

 

Neue Heimat: Die VW Clubs in Halle 4

Nach Abriss der langjährigen „Clubhalle“ 8.1 und dem Umbau der Messe Essen waren die Volkswagen Clubs in den vergangenen Jahren eher provisorisch untergebracht worden. Nun scheint eine neue „Heimat“ gefunden zu sein: In Halle 4 konnten die Clubs sich auf großzügigen Standflächen präsentieren und sich über guten Besucherandrang freuen. Die liebevoll gestalteten Clubstände waren insbesondere am Wochenende ein Treffpunkt der Fanszene, nicht nur für Mitglieder von Polo IG, Scirocco Original IG, VW Kübel Club, Käferfreunde Pendelachse, BulliKartei, IG T3, Passat-Kartei, Käfer-Club Última Edición, IG Typ 3, DoppelWOBber, 1. Original Golf 1 IG oder Fusselforum. Für fast alle VW Liebhaber war hier etwas geboten: Vom Brezelkäfer bis zur Última Edición, von der T1 Pritsche bis zum Feuerwehr T3, vom künstlerisch gestalteten Typ 181 bis zum Typ 3 Variant reichte die luftgekühlte Vielfalt. Im wassergekühlten Bereich waren Polo 1 bis 2F, Derby, Golf 1 und 2, Scirocco 1 und 2, Passat B1 und B2 sowie diverse Bullis vertreten. Ein Oldtimerhändler in der direkten Nachbarschaft hatte sogar einen Phaeton W12 im Angebot. 

 

Resümee: Alles wie immer?

Apropos Händler: Das Preisniveau der angebotenen Old- und Youngtimer war messetypisch relativ hoch. Ob ein Polo 1 für 10.000 Euro, ein Golf 2 für rund 17.000 oder ein T3 für knapp 50.000 Euro am Ende tatsächlich den Besitzer gewechselt haben, steht natürlich in den Sternen. Festzustellen war allerdings, dass der private Fahrzeugmarkt auf den Freigeländen in diesem Jahr deutlich kleiner ausfiel als in der Vergangenheit. Auch in den Hallen ging es luftiger zu und einige Standflächen blieben leer – aus den Jahren vor der Pandemie ein ungewohntes Bild. Nach eher zähem Start am Mittwoch und Donnerstag nahm die Techno Classica 2023 ab dem Freitag so richtig Fahrt auf und wir konnten uns wieder über zahlreiche Beratungs- und Benzingespräche freuen. Auch den direkten Kontakt zu den VW Clubs haben wir in den vergangenen Jahren sehr vermisst.

Vielen Dank an alle Besucherinnen und Besucher!